Tanklöschfahrzeug Karoline, eines der ersten TLF im Bezirk


Eines der ersten Tanklöschfahrzeuge im Bezirk Mödling, die
Karoline
Bezeichnung: Karoline
Feuerwehrtechn. Bez.: Tank
Die untenstehenden Daten sind aus dem ursprünglichen Kraftfahrzeugbrief aus 1939, für die Daten als Feuerwehrfahrzeug siehe "Vorbesitzer und Fahrzeugnutzung".
Hersteller: Adam Opel AG, Brandenburg (Havel)
Fahrgestell: Sonderfahrzeug
Fahrgestellnummer: Br-6W-19044
Baujahr: 1939
Gewicht: 5700 kg
Achsdruck: vorderste:
                hinterste:
1600 kg
4100 kg
Radstand:
Motornummer: 39-Br-1753
Motor Hubraum: 3625 ccm
Kraftstoff: Benzin O.Z. 74 oder Hochdruckgas
Motor Leistung kW (PS): 55 (75)
Zylinderanzahl: 6
Antrieb: Radantrieb
Bereifung: vorne:
                hinten:
Elastik einfach
Elastik doppelt
Lenkbare Achsen: 1
Angetriebene Achsen: 1
Allrad: nein
Getriebe: 5+1 Gänge
Aufbau: offener Kasten
Anhängevorrichtung: Fallbolzen
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Besatzung: 1:1
Abmessungen L x B x H in mm: 6105 x 2265 x 2024
Ausstattung:
Pumpe: Rosenbauer VBP 1250
Karoline, Foto aus Einzelgenehmigungsbescheid Das Foto stammt aus dem Einzelgenehmigungsbescheid.
Karoline, Rohfahrzeug Die Karoline, vor dem Neuaufbau der Karosserie.
Die Personen von links nach rechts:
Mathias Kratochwil, Ludwig Zak, Johann Breit, Josef Reiterer und Robert Grulich.
Die händisch Einritzung "AFRIKA" am Lenkred ist eie Fehlinformation. Dieses Fahrzeug kann nicht in Afrika gewesen sein, es war nie in Heeresbesitz.
Der Umbau des Fahrzeuges erfolgte im Zuge einer von LFKDT Karl Drexler durchgeführten Landesaktion mit dem Auftrag, Gewerbebetriebe mit dem Umbau zu Feuerwehrfahrzeugen zu beauftragen. "Niederösterreicher! Beschäftigt Niederösterreichische Gewerbetreibende!"
Der Umbau der Karosserie erfolgte durch die Firmen Langer, Sternad, Tichatschek und Pschenitcka (Spengler). Der Mannschaftsraum und Aufbau war ein Holzaufbau mit Blechverkleidung.
Bei längerem Betrieb der Pumpe mußte Wasser zum Kühlkreislauf des Motors zugesetzt werden (vermutlich war der Kühler des Motors defekt).
Fahrzeug wurde nach der Außerdienststellung am Kinderspielplatz des Gemeindeteiches aufgestellt. Nachdem sich Kinder beim Spielen die Finger eingezwickt hatten, wurde das Fahrzeug verschrottet.
Weitere Informationen folgen, sobald bekannt.
Fotos: in Wien vor Rathaus mit Strahlpyramide, anlässlich des Weltverbandstages (C.T.I.F. Kongress in Wien, 1958)
Die Bezeichnung "Karoline" ist nach der Taufpatin Frau Karoline Gubin benannt.
Vorbesitzer und Fahrzeugnutzung:
  Kraftfahrzeugbrief 1, Nr. 220 055 C, 18.01.1939
07.02.1939 - 19.01.1946 Levino Kugelmayr, Lastfuhrwerker, W 120.726
19.01.1946 - 07.10.1948 Levino Kugelmayr, Österr. Autotransporte, W 50.913
07.10.1948 - 11.01.195x Hansy & Hutterer, Kolonialwarengroßhandel, W 78.679
11.01.195x - 29.10.1957 Anton Pock, Obst- und Gemüsegroßhandel, W 78.464
  Einzelgenehmigung, Nr. 105.957, 20.08.1958
29.10.1957 - 21.04.1978 FF Wr. Neudorf, Mannschafts- und Gerätewagen, 1:8, 1600 l Tank, Vorbaupumpe, N 44.431
Änderungen der Typisierung, Umbauten:
30.07.1940 Motorbetrieb ist auf Flüssiggas umgestellt, amtl eingetr.
30.07.1940 Zul. Gesgew: 5820 kg, Achslast vorne: 1660 kg, hinten 4160 kg, amtl. eingetr.
09.09.1941 Zul. Ges. Gew. 5700 kg, Achslast vorne: 1600 kg, hinten 4100 kg, amtl. eingetr.
13.03.1944 Zul. Ges. Gew. 6000 kg, Achslast vorne 2000 kg, hinten 4000 kg, amtl. richtiggestellt
25.04.1944 Motorbetrieb auf Hochdruckgas (Erdgas) umgestellt
25.04.1944 Zul. Gesgew: 6000 kg, Achslast vorne: 2000 kg, hinten 4000 kg
29.10.1957 Umbau als Feuerwehrfahrzeug Tank mit Vorbaupumpe, Bereifung 7'50-20
29.10.1957 Zul. Ges. Gew. 5800 kg, Achsdruck vorne 1800 kg, hinten 4000 kg, Radstand 3600 mm
29.10.1957 Abmessungen LxBxH in mm: 6500x2150x2650
20.08.1958 Einzelgenehmigung BH Mödling
Reparaturen:
29.10.1957 Kompletter Neuaufbau von Rohfahrgestell aus,
14.12.1965 Mängel bei Überprüfung: Lagerspiel rechtes Vorderrad, Lenkrad locker, Handbremshebel Fixierung hält nicht. Die Reparatur wurde feuerwehrintern durch Mechaniker durchgeführt, Dauer ca 14 Tage, am Gemeindebauhof, Beteiligt: Hr. Marzcki (Fa. NEWAG9, Satra Werner, Hacker Franz, Breit Wilhelm, Gredler Willibald und Ziegler Walter. Fertigstellung in der Nacht ca 22:00. In den frühen Morgenstunden des folgenden Tages wurde das Fahrzeug beim 1. Brauhausbrand zum Schutze des Kirchendaches eingesetzt.
Vorhandene Unterlagen, Teile:
  • Fahrzeugbrief (1939)
  • Einzelgenehmigungsbescheid (1958)
  • Tür mit Fenster und Aufschrift
  • Schriftzug "Karoline"
  • Zündschlüssel
  • 2 Stahlrohre C, Pistole C
  • Dachaufstiegsleiter

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