Studienreise 2006 der Feuerwehrhistoriker in NÖ

Der Verein „Feuerwehrhistoriker in NÖ“ hat am 21. Oktober 2006 seine Studienreise nach Oberösterreich durchgeführt.

Die Studienreise war für die Dauer eines Tages geplant und führte uns nach Oberösterreich, in die Bezirke Ried im Innkreis, Vöcklabruck und Gmunden.
Die Fahrzeuge wurden in dankendswerter Weise von folgenden Feuerwehren zur Verfügung gestellt:
FF Amstetten, FF Wr.Neudorf und FF St. Pölten.

Feuerwehrmuseum Tumeltsham Als erste Station war das Feuerwehrmuseum Tumeltsham am Plan. Das Museum befindet sich im Dachgeschoß des Feuerwehrhauses.

Wie (fast) alle Museen hat es bereits Platznot, und man ist schon läger auf der Suche, daher hat man schon ein anderes Gebäude in der Nähe des Feuerwehrhauses gefunden, das bereits hergerichtet wird.

Die Sammlung umfasst Gegenstäte aus fast allen Bereichen des Feuerwehrgeschehens: von der Bekleidung angefangen (Uniformen, Helme, Kappen), Ehrungen und Auszeichnungen, Pumpen, Armaturen und Schäuche, verschiedenste andere Werkzeuge, Ehrengeschenke. und Bilder.

Spritzenhaus Mettmach

Als nächstes besuchten wir das Feuerwehrmuseum in Mettmach. Es ist ein kleines, altes Gerätehaus (Grundriß: 7 x 3,5 m), das einen pferdegezogenen Spritzenwagen mit allem Zubehör eine Handpumpe für vier Mann (die auch bei der Waldviertler Firetrophy 2006 mit der Nummer 35 dabei waren!), eine Motorspritze, Uniformen, Helme und einige Kleingeräte.

Zwischendurch haben wir uns in Ried im Gasthaus Kellerbräu gestärkt.


Kohle und Dampf Als Hauptpunkt im Nachmittagsprogramm war die OÖ Landesausstellung 2006 "Kohle und Dampf" in Ampfelwang am Programm. Die Ausstellung ist in der ehemaligen Sortieranlage des Untertag-Braunkohleabbaues und die Eisenbahnausstellung im Rundschuppen untergebracht. Für die Zeit nach der Landesausstellung ist eine Nutzung als Museum für Bergbau und Eisenbahngeschichte geplant.
Diese Ausstellung ist besonders interessant, da sie für alle Altersgruppen konzipiert war (eigener Kinderpfad, der sich mit dem "normalen" Ausstellungsweg immer wieder überschneidet), Zeitzeugenberichte (Dienstag und Donnerstags, pensionierte Bergleute und Bahnbedienstete) bringen den Besuchern das Thema für ein Museum etwas ungewohnt, aber sehr anschaulich näher (z.B. die Führerstandbesichtigung mit einem Dampflokfahrer als Führer).

Papiermacher und Feuerwehrmuseum Steyrermühl Als letzte Station des Tages besuchten wir das Papiermachermuseum Laakirchen-Steyrermühl, in den Räumlichkeiten (ein nicht mehr zur Produktion genutztes Fabriksgebäude) der ehemaligen Zellstofffabrikation. In den Plänen für das Papiermachermuseum war bereits ein Teil für ein Feuerwehrmuseum eingeplant.
In diesem Museum sind alle sechs Feuerwehren des Laakirchener Pflichtbereiches vertreten. Die ausgestellten Exponate sind Leihgaben, und als solche im Eigentum der Besitzer.
Einen weiteren interessanten Aspekt bietet das Papiermachermuseum als solches: für uns als Archivare ist ja das Papier, auf dem unter anderem unsere Protokolle als Informationsträger stehen, besonders interessant (Eigenschaften, Aufbewahrung, ...).

Es war ein interessanter Tag, aber wie immer bei einem solchen Pensum, man kann nicht ins Detail gehen, für genauere Betrachtungen muss man auf jeden Fall noch mindestens einmal (und da wahrscheinlich jeweils den ganzen Tag) in die entsprechenden Museen pilgern.